Wolfsklamm – Zillertal, Österreich

Heute war das Wetter ungemütlich, nass und grau. Warum nicht durch eine Klamm wandern? Da wird man so oder so nass. 😉 Welche ist denn eure Lieblingsklamm? Die Tour durch die Wolfsklamm kommt sicher in unsere Top3 – eine abwechslungsreiche Tour mit spektakulären Aussichten, brausenden Wasserfällen, einem Kloster und einer Einkehrmöglichkeit am höchsten Punkt. Am Ausgang der Klamm finden sich auch weitere Wanderwege, sodass sich die Tour beliebig verlängern lässt. Ein bisschen Trittsicherheit ist gefragt, da die Stufen bei Nässe (also immer) recht rutschig sind.

Start Wanderparkplatz Wolfsklamm, 563m
Ziel Gasthaus St. Georgenberg, 898m
Höhendifferenz 340hm, 354 Stufen
Länge 5,5km
Gehzeit 2-3h
Dauer (inkl. Pausen) 2h für Aufstieg, 1h für Abstieg plus Einkehr
Parkmöglichkeiten/Anreise Wanderparkplatz Wolfsklamm, 3€ pro Tag, Oberdorf 73, 6135 Stans, Österreich
Wegbeschaffenheit asphaltierte Straße bis zum Eingang der Klamm, Forstwege, Holztreppen – Achtung rutschig
Kinderwagengeeignet? Nein
Einkehr  Gasthaus St. Georgenberg, Mai bis September, jeden Tag von 9 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten der Klamm 1. Mai bis 31. Oktober, 9 bis 16 Uhr
4,50€ Eintritt für Erwachsene, 1€ für Kinder ab 6 Jahre
Link zur Tour www.wolfsklamm.com und Höhenrausch – Wolfsklamm
Wann? Die Tour sind wir im September 2017 gegangen – das große Muckelchen war damals acht Monate alt.

Wanderung durch die Klamm
Wir haben auf dem Wanderparkplatz Wolfsklamm gehalten und konnten froh sein, dass wir noch einen der begehrten Plätze bekommen haben. Gerade fiel eine französische Wandergruppe über die letzten Parkmöglichkeiten her. Die illustre Gruppe sollte uns unterwegs noch häufiger begegnen. 🙄 Vom Parkplatz aus sind es ein paar hundert Meter bis zur Mautstation, wo wir den Eintritt für Auf- und Abstieg entrichtet haben. Dank einiger Schilder nicht zu verfehlen. Hier gab es auch noch ein Toilettenhäuschen – eine tolle Erleichterung für die werdende Mama. 😊
Anfangs geht es dann auf einem Forstweg den Berg hinauf. Rechts abgehend führt nach ein paar Minuten ein Pfad zur eigentlichen Klamm. Auch wenn das Wetter nicht so berauschend war – die Bilder zeigen es ja – die Klamm war unglaublich schön. Durch das feuchte Wetter wirkte alles noch mehr nach romantischem Feenwald mit strömenden Bach und plätschernden Wasserfällen. Tausende von Jahren hat hier der Stallenbach eine tiefe Schlucht durch den Berg geschnitten. Der Steig durch die gewaltigen Felswände ist sehr gut angelegt und gepflegt. Der Steig wechselt hier und da die Uferseite, sodass ihr immer neue Eindrücke von der Klamm bekommt. Auch wenn es durch die Nässe recht rutschig ist, könnt ihr euch gut am Holzgeländer oder an Drahtseilen festhalten. Kleiner Tipp: Lasst größere Gruppen wenn möglich vor. Auf dem Steig gibt es dafür kaum eine Möglichkeit und ich persönlich mag diesen Druck im Nacken überhaupt nicht. 😉 Ganz besonders schön fand ich die “weinende” Brücke am Ende der Klamm. Von dort sind es noch gute 20 Minuten bis zum Kloster, das ihr schon bald zwischen den Bäumen hindurchblitzen seht.

Das Kloster St. Georgenberg
Um zum Kloster zu gelangen, überquert ihr die Hohe Brücke. Seit gut 500 Jahren überspannt sie den Seiergraben und ermöglicht es Pilgern und Wanderern den berühmten Wallfahrtsort zu besuchen. Die Brücke ist ausschließlich aus Holz gebaut – inklusive der Bolzen. Am Kloster angekommen, könnt ihr zwei Kirchen besichtigen: Die 1230 erbaute Kirche “Maria unter den Linden” und eine kleine Wallfahrtskirche. Wer im Gasthaus St. Georgenberg karge Klosterkost erwartet, wird Gott sei Dank enttäuscht. Deftige Schmankerl aus der Region machen euch wieder fit für den Abstieg.

Abstieg wieder durch die Klamm
Da wir keine allzu großen Fans von Forststraßen sind, sind wir auch für den Rückweg noch einmal durch die Klamm. Das war eine super Entscheidung – denn nun hatten wir sie ganz für uns allein. Keine nervigen Gruppen! 😊 Auch wird man so durch das eine oder andere schöne Motiv belohnt – der Blick zurück lohnt sich!

 

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10 Kommentare auch kommentieren

  1. mozeilenherz sagt:

    Ich liebe Klamms 😍. Deine Bilder sehen toll aus, bisher war ich da noch nicht 🙂
    Bisher war ich in der Partnachklamm bei Garmisch und in der Breitachklamm bei Oberstdorf, beide fand ich super schön und faszinierend ☺️

    1. Ja, so eine Klamm hat schon was. Definitiv! Die Höllentalklamm bei Garmisch ist auch noch sehr sehenswert. Und danach den Steig auf die Zugspitze. 😉

      1. mozeilenherz sagt:

        Ich mache dieses Jahr Kurzurlaub in Garmisch, da steht die Zugspitze eh auf dem Programm, die Klamm kommt jetzt auf die Liste, wenn die im Winter begehbar ist 🙂

        1. Hach, da bin ich aber neidisch. Ich freu mich dann schon mal auf den Tourenbericht. 😄

  2. Doris Weber sagt:

    Jaaaa, die Wolfsklamm kenn ich wie meine Westentasche, da ich 3 Dörfer weiter aufgewachsen bin 😊 wirklich immer einen Ausflug wert ❤
    Wir mit meinen 2 Kleinen auf bald “erklommen” 😊

    1. kleinegipfelstuermer sagt:

      Dort aufzuwachsen muss ja ein Traum sein! ❤️

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