Kradorfer Alm – Südtirol

Die erste Wanderung unseres Südtirol-Urlaubs hat uns so gut gefallen, dass wir sie gleich zwei Mal gegangen sind. Einmal am ersten Tag alleine und einmal mit unseren Freunden, die einen Teil des Urlaubs mit uns verbracht haben. Die Tour hatten wir uns aus dem Buch “Erlebniswandern mit Kindern – Südtirol” rausgesucht und leicht abgewandelt. Der Wanderpfad führt durch Wälder und über Almwiesen, steigt nur leicht an und ist auch für kleine Kinderfüße gut machbar. Mit insgesamt zwei Stunden reiner Gehzeit die perfekte Länge für eine Familienwanderung.

Start Talschlusshütte (1464m)
Ziel Kradorfer Alm (1704m)
Höhendifferenz 240m
Länge  7km
Gehzeit 2h
Dauer (inkl. Pausen) 3h (plus Einkehr)
Parkmöglichkeiten/Anreise Talschlusshütte, 
Wegbeschaffenheit  wunderschöner Wanderpfad durch den Wald und über Almwiesen, leicht steigend
Kinderwagengeeignet? Ja, über die Forststraße (Wanderweg Nr. 49),
über die Almen (Wanderweg Nr. 49a) nein – aber sehr gut für laufende Kleinkinder geeignet
Einkehr Kradorfer Alm oder Messner Alm
Besonderheiten riesiger Kinderspielplatz und Streichelzoo auf der Kradorfer Alm, Kinderspielplatz und Hasen auf der Messner Alm
Link zur Tour Tourenbeschreibung auf Outdooractive
Wann? Die Tour sind wir im Juni 2018 gegangen – das große Muckelchen war damals achtzehn Monate, das kleine Muckelchen fünf Monate alt.

 

Auf gehts - Start direkt im schönen Gsieser Tal | Copyright: Anja Heuer
Auf gehts – Start direkt im schönen Gsieser Tal | Copyright: Anja Heuer

Das Gsieser Tal ist eine Sackgasse und damit ganz toll geeignet für Familien, die in den Bergen eher Ruhe und Beschaulichkeit suchen. Es gibt keine “großen” Sehenswürdigkeiten und so bleibt das Tal von großen Touristenströmen verschont. Viele für Familien geeignete Touren führen vom Gsieser Tal auf die umliegenden bewirtschafteten Almen. So startet auch die heutige Tour direkt in unserem wunderschönen Tal – nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt.

Planänderung – über die Ochsenweide zur Kradorfer Alm

Wunderschöne Pfade führen durch die Almlandschaft | Copyright: Anja Heuer
Wunderschöne Pfade führen durch die Almlandschaft | Copyright: Anja Heuer

Wir starten unsere Tour an der Talschlusshütte. Anfangs folgst du noch den Wanderschildern Richtung Kradorfer Hütte (Wanderweg Nr. 49). Am letzten Parkplatz – ab hier können nur noch Forstfahrzeuge und die Wirtsleute der Almen weiterfahren – steht eine sehr neue, moderne WC-Anlage. Wen es noch mal drückt, der sollte hier gehen. Schöner wird es nicht mehr. 😉 Anschließend folgst du dem Weg noch ein paar Meter bis du auf eine Gabelung triffst. Entweder nimmst du die Forststraße (49), die sehr einfach auch mit Kinderwagen zu gehen ist. Wir entscheiden uns für den “aufregenderen” Wanderweg Nr. 49a. Forststraßen können wir im Taunus zu genüge gehen. 😂 Der Weg führt dich über einen Bach und in den Wald hinein. Ein paar wenige Kehren musst du bergan steigen bis du auf die Ochsenwiese triffst. Nach ein paar Metern machen wir die erste Pause und lassen die Muckelchen die Umgebung erkunden – mit den Kühen in sicherer Entfernung. Denn wie der Name Ochsenweide schon sagt, grasen hier zahlreiche Kühe und ein paar Ochsen. Aus der Kraxe hören wir nur noch aufgeregte “Gaaaa! Gaaaa! Gaaaa!”- Rufe. “Gaaa” ist das Wort unserer Großen für jegliche Tiere. 😄 Nie kommen wir den Kühen zu nahe, sodass wir unbehelligt wandern und die Kühe unbehelligt grasen können. Am Ende der Ochsenwiese kommen wir noch einmal kurz in den Wald, an dessen Ende wir unser Tagesziel schon erblicken. Noch ein paar Höhenmeter und wir haben sie erreicht:

Die Kradorfer Alm

Neue Freunde am Wegesrand | Copyright: Anja Heuer
Neue Freunde am Wegesrand | Copyright: Anja Heuer

Die Kradorfer Alm ist ein Traum – für groß und klein. Da die Hütte an einem Hang gelegen ist, kannst du ins Gsieser Tal blicken, während du leckere Südtiroler Spezialitäten wie Schlutzkrapfen und Tiroler Tris genießt. Für die Kleinen gibt es einen riesigen Spielplatz mit Indianerzelt, Sandkasten, allerlei geschnitzte Turngeräte, eine Rutsche und und und. Auch tierische Freunde wie Schwein, Ziege und Kuh waren schnell gesichtet. Das ist auf jeden Fall eine sehr familiengerechte Hütte, auf der es sich eine zeitlang aushalten lässt.

Der Abstieg

Über Stock und Stein hinab ins Tal | Copyright: Anja Heuer
Über Stock und Stein hinab ins Tal | Copyright: Anja Heuer

Für den Abstieg kannst du alternativ auch die Forststraße (Wanderweg Nr. 49) nehmen. Hier hättest du die Möglichkeit auf der Messner Alm gleich noch einmal mit deinen Kindern über einen Spielplatz zu tollen oder putzige Hasen streicheln.  Da der Weg über die Ochsenweide  jedoch so lieblich und wirklich leicht zu gehen ist, schlagen wir diesen für den Abstieg wieder ein. Auch wenn wir den Weg bereits gegangen sind, überrascht der Blick ins Tal. Am Horizont erblicken wir eine bis dahin nicht gesehene Gebirgskette und zu den Ochsen und Kühen haben sich noch zwei Pferde gesellt. So ist doch kein Weg der gleiche – egal wie häufig du ihn gehst. Für die Muckelchen gab es jedenfalls eine Menge zu sehen und sie haben sich sehr gern tragen lassen.

Wart ihr schon einmal im Gsieser Tal? Welche Wanderung hat euch am besten gefallen?

👨‍👩‍👧‍👦❤️⛰

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Ein Kommentar auch kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.